Ein bekanntes und unbeliebtes Thema im Mittelstand.
Immer wieder treffen wir auf Kunden, die nach Unterstützung im Vertrieb suchen und das am liebsten umsonst. Am Ende des Tages finden wir dann gemeinsam raus, dass es kein Vertriebsproblem, sondern ein Management bzw. Führungs- oder Personalproblem ist.
Jack Welsh ehemaliger Vorstand von GE formuliert es in seinem Buch “Winning: Das ist Management” als ein Prinzip: “Prinzip 4: Konsequente Handhabung belasteter Beziehungen – zu Gewerkschaften, Stars, Absackern und Querulanten” An dieser Stelle widmen wir uns allerdings nicht den Gewerkschaften!
Unter Stars versteht Welsh die Topleute, die oberen 20% der Belegschaft. Absacker schreibt er, sind jene die mal recht gut waren, aber aus irgendeinem Grund abgestürzt sind. Als Querulanten bezeichnet Welsh die Mitarbeiter deren Lobby es ist Ärger und Widerstand gegenüber Vorgesetzten zu provozieren.
Täglich treffen wir auf Unternehmen mit denselben Herausforderungen. Stars, Querulanten und Absacker, die Ihre Führungskräfte in der Hand haben und schon längst die Abteilung oder das Unternehmen steuern. Sie werden geduldet oder in Watte gepackt und kosten Unternehmen auf Dauer Millionen.
Speziell im Mittelstand taucht das Phänomen besonders häufig auf. Aus Angst adäquaten Ersatz zu finden werden Stars, Querulanten und Absacker geduldet! Nach und nach verbrennen diese die Stimmung und torpedieren die Firma von innen. Schliesslich möchte man die jahrelang, wir haben uns alle Lieb Romanze, nicht unterbrechen und den sozialen Gedanken der Firma nicht riskieren.
Im Konzern sind unterschiedliche Phasen vollständig normal und es findet durch den alle Jahre wiederkehrenden Managementwechsel eine natürliche Auslese statt. Das Unternehmen wird mit frischem Blut an die harten Marktgegebenheiten angepasst. Im Mittelstand verändert sich der Markt, aber das Management bleibt immer das gleiche. Der Gründer führt immer noch nach seinen Urwerten das Unternehmen. Kommt dann ein Reformer (z.B. neuer Manager oder Nachfolger) hat das durchschlagende Wirkung und die Veränderung wirkt wie ein harter Gegenwind auf das Personal.

In einem aktuellen Fall hat der Gründer und Visionär genau das richtige getan er hat einen neuen Vertriebsgeschäftsführer eingestellt. Dieser will das Unternehmen jetzt nach professionellen Managementregeln ausrichten und stößt dabei logischer Weise auf Widerstand. Schliesslich war ja früher alles besser. “Früher war alles besser” passt jedoch nicht mehr zu den aktuellen Marktgegebenheiten. Dem Neuen muss es jetzt schnell gelingen eine geschlossene Führungsreihe hinzubekommen. Allerdings verbrennen gerade zwei starke Mitarbeiter seine neue Führungskraft! Das Motto: Den wollen wir hier nicht! Die Geschäftsleitung tut aktuell das falsche und unterstützt die beiden “alten Hasen” aus Angst vor Umsatz-Verlust. Die neue Führungskraft muss schwer kämpfen und hat es schwer sich durchzusetzen. Diese Firma hat kein Mitarbeiterproblem, sondern ein Managementproblem. Solange die Situation geduldet wird, brennt die interne Organisation aus und die Führungskräfte verlieren weiter an Respekt. Die Firma hat das Problem zwar erkannt, hat aber noch nicht akzeptiert eine finale Lösung anzustreben.
Aus externer Sicht gilt es eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Führung nicht geschlossen steht, wird das Personal immer intrigieren. Intrigen lassen sich von außen zwar schnell erkennen (Beratungs-Probefahrt©), allerdings nicht in zwei Tagen lösen.
Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, bedarf es gerade im Mittelstand harten Management Trainings und Coachings on the Job. Im Mittelstand treffen wir häufig auf Führungskräfte die richtiges Führen nie gelernt haben. Solange der Markt funktioniert ist das auch völlig ok. Klare und objektive Führung kann in jeden Fall Intrigen verhindern. In den meisten Fällen sind gar nicht die Mitarbeiter sondern die Führungskräfte schuld. Die Führung stellt ein, bildet aus und ist eben doch auch Führungskraft.
Machen Sie jetzt Schluss mit Intriganten! Mit Intriganten kann man nicht arbeiten. Sie vergiften alles und torpedieren jeden Versuch Vertrauen aufzubauen. Es ist nicht immer einfach die Intriganten zu enttarnen, häufig fängt es mit harmlosen Verfolger-, Opfer- und Retterspielchen an. Es wird gegen Kollegen und Führungskräfte gehetzt und natürlich die Schuld auf andere, die Firma und das System geschoben. Stars, Querulanten und Absacker gibt es in allen Funktionen!
Intrigen sind so alt wie die Weltgeschichte und lassen sich im täglichen Leben ausgezeichnet beobachten. Leider gibt es keine Faustformel wann Menschen zum Intriganten werden.
Wir beobachten, dass häufig Menschen Intrigen spannen, die mit der Situation nicht mehr zufrieden sind.
Gerne coachen wir Sie persönlich auf Ihrem Erfolgsweg.
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